Die Picos de Europa lassen sich von Bareyo aus an einem einzigen Tag besuchen, auch wenn das Gebirgsmassiv deutlich mehr Zeit verdient hätte. Am besten funktioniert für einen Tagesausflug die Kombination aus der Region Liébana: Potes als Ausgangspunkt, die Seilbahn von Fuente Dé, um ohne stundenlanges Wandern an Höhe zu gewinnen, und das Kloster Santo Toribio, eine der ältesten christlichen Pilgerstätten Spaniens — alles innerhalb weniger Kilometer.
Es ist ein Plan, der frühes Aufstehen verlangt — die Fahrt von der Küste dauert etwa anderthalb Stunden —, der sich aber mit einer ganz anderen Landschaft als der von Bareyo auszahlt: tiefe Täler, Steindörfer und das zentrale Massiv der Picos, das am Ende des Tals aufragt. Man muss kein großer Wanderer sein, um das zu genießen; die Seilbahn übernimmt den spektakulärsten Teil des Aufstiegs ohne jede Anstrengung, und der Rest des Tages spielt sich zu Fuß ab, zwischen dem Dorf und dem Kloster.
So kommt man von Bareyo zu den Picos de Europa
Von Bareyo führt die direkteste Route über die Autobahn A-8 bis Unquera und dann über die N-621 durch das Deva-Tal nach Potes, in etwas mehr als anderthalb Autostunden. Der letzte Abschnitt hat enge Kurven, weshalb es sich bei kleinen Kindern lohnt, ein oder zwei Pausen einzuplanen. Juli und August bringen viel Verkehr in Richtung Fuente Dé und Warteschlangen an der Seilbahn, weshalb sich ein früher Start — vor zehn Uhr — lohnt und der Klosterbesuch besser auf den späten Nachmittag gelegt wird, wenn der Andrang der Ausflugsbusse bereits nachgelassen hat.
Potes: die Altstadt und die Torre del Infantado
Potes gruppiert sich um die Flüsse Deva und Quiviesa, die mitten in der Altstadt von mehreren Steinbrücken überquert werden; die Puente de San Cayetano ist die meistfotografierte, doch auch die Puente de la Cárcel hat ihren eigenen Charme. Die Torre del Infantado, ein Turmhaus aus dem 14. Jahrhundert, das nach einem Brand wiederaufgebaut wurde, kann von innen besichtigt werden (1,50 € für Erwachsene, 1 € für Kinder von 4 bis 12 Jahren), und von der obersten Etage aus sieht man das Dorf, das Tal und an klaren Tagen die Picos selbst im Hintergrund. Fällt der Besuch auf einen Montag, sorgt der traditionelle Markt auf der Plaza de la Serna — mehr als 30 Stände, mit belegten Wurzeln bis ins Jahr 1291 — für einen weiteren Grund, durch die Altstadt zu schlendern.

Die Seilbahn von Fuente Dé: auf 1.823 Meter ohne zu wandern
Die Seilbahn steigt von 1.070 Metern in Fuente Dé auf 1.823 Meter bei El Cable und überwindet dabei 753 Höhenmeter in weniger als vier Minuten. In der Hochsaison, von Juli bis September, verkehrt sie von 8:00 bis 19:00 Uhr, und die Hin- und Rückfahrt kostet 20 € für Erwachsene und 8 € für Kinder; nur Hin- oder nur Rückfahrt kostet 13 € bzw. 6 €. Oben blickt der Aussichtspunkt direkt auf das zentrale Massiv, und von dort starten Wanderwege zum Refugio de Áliva oder zum Mirador del Cable, auch wenn man für diese in Ruhe deutlich mehr als einen Tag braucht. Der Betrieb wird bei starkem Wind oder dichtem Nebel eingestellt, weshalb sich ein Alternativplan lohnt, falls der Tag ungemütlich beginnt.

Das Kloster Santo Toribio de Liébana
Nur einen kurzen Spaziergang von Potes entfernt, bewahrt das Kloster das, was als das größte erhaltene Fragment des Lignum Crucis gilt, und ist einer von nur fünf heiligen Orten der Christenheit mit einem eigenen Heiligen Jahr, neben Jerusalem, Rom, Santiago de Compostela und Caravaca de la Cruz. Es war zudem der Rückzugsort des Mönchs Beato de Liébana, der im 8. Jahrhundert die Kommentare zur Apokalypse verfasste. Der Besuch ist kostenlos, mit Sommeröffnungszeiten von 10:00 bis 13:00 und 16:00 bis 19:00 Uhr; sonntags mittags besser meiden, da dann die Messe stattfindet und die Kirche während der Feier nicht besichtigt werden kann.

Was man wissen sollte
Am Wochenende oder im August lohnt es sich, das Seilbahnticket online zu kaufen, da die Zeitfenster im Voraus ausgebucht sind und die Warteschlange vor Ort mehr als eine Stunde dauern kann. Das Parken in Fuente Dé kostet zusätzlich zum Ticket. In Potes gibt es reichlich Sidrerías und deftige Eintopfküche, um zwischen den Besichtigungen zu essen, und es lohnt sich, genug Zeit einzuplanen: Zwischen Potes, der Seilbahn und dem Kloster ist der Tag ausgefüllt, ohne dass noch etwas hinzukommen müsste.
„In weniger als vier Seilbahnminuten gewinnt man die Aussicht, für die man in anderen Gebirgsmassiven einen ganzen Tag Aufstieg braucht."
Nach einem solchen Tag nach Bareyo zurückzukehren, wo die salzige Luft des Kantabrischen Meeres die Bergluft ablöst, ist Teil dessen, was einen Aufenthalt an der Küste so reizvoll macht: Man kann morgens zu den Picos hinauffahren und abends mit Blick aufs Meer zu Abend essen. Wer vor oder nach diesem Ausflug noch mehr Ausblicke über Kantabrien sucht, findet in den besten Aussichtspunkten bei Bareyo eine gute Ergänzung. Bei Bareyo Residences geht die Erschließung weiter, die ersten Häuser sind ab September 2027 vorgesehen.


